Aktuell wird bei der SWEG wiedermal gestreikt. Nachdem Mitte der Woche die Busse der SWEG an zwei Tagen bereits in Weil am Rhein nicht fuhren, ist der Stadtbusverkehr diese Woche Montag und Dienstag nun auch in Lörrach komplett eingestellt. Das kein Bus fährt, trifft insbesondere Fahrgäste in höher gelegenen Stadtteilen, für die der Bus oft die einzige Möglichkeit ist, ihren Alltagsgeschäften nachzukommen.
Gemeinsame Lösungen im Blick
Die Piratenpartei Lörrach nimmt die Situation zum Anlass, um auf die Bedeutung einer umfassenden Notfallplanung hinzuweisen.
Es reicht nicht aus, Streiks als unvermeidbares Schicksal hinzunehmen.
Der Verkehrsausfall zeigt, dass es sinnvoll wäre, frühzeitig Strategien zu entwickeln, die auch in solchen Fällen die Mobilität der Bevölkerung sicherstellen.
Konkrete Ideen für die Übergangszeit
Ein Ansatz könnte die temporäre Nutzung von Anrufsammtaxibussen sein. Diese könnten zu zentralen Tageszeiten – etwa morgens vor Arbeitsbeginn, mittags für Besorgungen und abends für die Rückreise – wichtige Verbindungen zwischen Wohngebieten und öffentlichen Einrichtungen wie Ärzten, Supermärkten oder Behörden aufrechterhalten. „Mobilität ist für viele Menschen grundlegend für ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir möchten deshalb gemeinsam mit allen Beteiligten nach praktikablen Wegen suchen, die auch in schwierigen Situationen funktionieren“, so Gemeinderätin Sabin Schumacher von der Piratenpartei Lörrach.
Vorschläge im Überblick:
- Klare und rechtzeitige Information der Fahrgäste über Ersatzangebote bei Streiks
- Einrichtung eines Notfall-Taktplans für kritische Verbindungen
- Langfristige Planung resilienterer Verkehrskonzepte für die Stadt
Für den Dialog offen
Die Piratenpartei sieht sich als Gesprächspartnerin für alle Akteure – Stadtverwaltung, Verkehrsunternehmen, Gewerkschaften und Bürger*innen. Ziel ist es, durch konstruktiven Austausch Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten tragfähig sind und die Lebensqualität in Lörrach auch bei Herausforderungen stabil halten. Wir laden dazu ein, diese Idee weiterzudenken und gemeinsam nach besten Möglichkeiten zu suchen, damit das der letzte Bus-Streik ist, bei dem die Fahrgäste auf der Strecke bleiben.
Quellen:
